Portugal. The Man veröffentlichen neue Single „Noise Pollution (Version A, Vocal Up Mix 1.3)“

Die amerikanische Indie-Band Portugal. The Man veröffentlichte mit dem Video zur neuen Single „Noise Pollution (Version A, Vocal Up Mix 1.3)“ endlich den ersten Vorboten zu ihrem neuen Album „Gloomin + Doomin“. Waren die Tracks auf dem 2013 veröffentlichten letzten Album „Evil Friends“ bereits deutlich elektronischer und poppiger als die „frühen“ Titel, setzt „Noise Pollution“ diese Entwicklung nun fort. Mit dichten und gleichzeitig nach vorne treibenden Elementen, Synthesizer-Klängen, Rap-Parts und der gesanglichen Unterstützung durch der Schauspielerin Mary Elizabeth Winstead und Sängerin Zoe Manville geht es noch einen Schritt mehr in Richtung Elektro-Pop weit weg vom Indie-Rock der Alben „Waiter: You Vultures“ (2006) oder „Church Mouth“ (2007). Deutlich spürt man hier die Einflüsse von Michael Diamond a.k.a. Mike D von den Beastie Boys.

In „Noise Pollution“ setzen sich Portugal. The Man um Frontsänger John Gourley mit unserer Welt auseinander, die momentan aus den Angeln gehoben werde, wie die Band auf ihrer Facebook-Seite betonte.

„I know my rights, je t’aime Paris

Live or die like c’est la vie

With my fist in the air, „Je suis Charlie“

Can’t ya see I’m feeling magnifique?“,

singt der Frontmann im Refrain. Sie (also die Band) sei nicht mehr in der Lage zu erkennen, was Fakt, Meinung oder einfach nur Unsinn sei. Das verstehen zu helfen, könnten sie als Band nicht leisten, wohl aber, dies in ihrer Musik zu verarbeiten. Herausgekommen ist ein anfangs verwirrender Song, der aber mit jedem weiteren Hören immer besser wird und die Turbulenzen unserer Zeit vertont. Unterstützt übrigens durch ein großartiges Video von Regisseur Michael Ragen.

Abgefahrenes Konzert: Youngblood Brass Band im Clubbahnhof Ehrenfeld

Als wäre der Sommer nicht bereits heiß genug, brachte die Youngblood Brass Band den kleinen Clubbahnhof Ehrenfeld zum Kochen. Mit ihrer Stilvielfalt, die keine Grenzen zu kennen scheint, sorgten die 10 Musiker nach 2012 schon zum zweiten Mal für Stimmung in der Location.

Brass, der weit entfernt davon ist nur Brass zu sein

Seit fast 20 Jahren existiert die Youngblood Brass Band aus Wisconsin mittlerweile und doch merkt man ihnen das Alter nicht an. „Youngblood“ ist hier wirklich wörtlich zu verstehen: Mit ihrem Stilmix aus Brass, Soul, Funk, Jazz, HipHop und Rap schaffen sie es jedes Mal aufs Neue das Publikum in Partystimmung zu versetzen. Trotzdem leugnen sie genauo wenig ihre musikalische Herkunft und Affinität zum traditionellen New Orleans Brass-Sound, den Gruppierungen wie die „Rebirth Brass Band“ oder „The Dirty Dozen Brass Band“ präg(t)en.

Auch wenn ihr neuestes Album „Pax Volumi“ mittlerweile fast drei Jahre alt ist und nicht mehr so eingängig daher kommt wie das frühe Album „Center:Level:Roar“ (2003). Die Titel sind vertrackter, rhythmisch schwieriger und vor allem: Fast schon rebellisch (Whiskey Tango Foxtrot). Eigentlich müsste man jeden Song – egal ob daheim oder live – mehrmals hören, um jede Feinheit mitzubekommen, wie sich beispielsweise die Instrumente überlagern und ergänzen. Und trotzdem zünden die Titel live wie eine Bombe, da bleibt keine Hüfte ruhig, keine Arme vor der Brust verschränkt.

Youngblood Brass Band Konzert Köln

Nat McIntosh improvisiert am Sousaphon | Foto: privat

Es ist einfach unglaublich zu hören, dass dieser wilde Genremix so funktionieren kann. Live hört man erst richtig, welche musikalische Klasse auf der Bühne steht und sich austobt. Schier unglaublich: Gründungsmitglied Nat McIntosh am Sousaphon, der nach einer zwischenzeitlichen Auszeit seit 2010 wieder mitwirkt. Er bereitet mit seinen Basslines nicht nur das Fundament für alle anderen Musiker, spielt über vier Oktaven in Höhen, die sonst Trompeter erreichen: NEIN, er scracht wie ein DJ und spielt zwei Töne auf einmal („Brooklyn“). Dabei groovt und spielt er sich fast schon in Extase – Musik aus Leidenschaft!

Der Bruch mit gängigen Vorstellungen von Brass liegt aber in erster Linie am Gesang oder vielmehr am Rap von Drummer und Vocalist David Henzie-Skogen. Einerseits gibt er mit seiner Snare-Drum den Ton an und andererseits auch mit seinem Rap. Das bedeutet aber nicht, dass diese beiden allein für den Sound verantwortlich sind: Zach Lucas am Alt- & Tenorsax, Tony Barba am Tenorsax, Matt Hanzelka an der Posaune oder Charley Wagner an der Trompete spielen und improvisieren, was die Instrumente und der wenige Sauerstoff im Clubbahnhof hergeben.

Musik fürs und mit dem Publikum

Dabei ist die Youngblood Brass Band längst keine Kombo, die ihre Musik nur des Geldes oder des Ruhmes wegen machen. Sie wollen genauso viel Spaß haben, wie dem Publikum Spaß bereiten. Da wird die Halle geteilt und jede Hälfte muss in einem anderen Rhythmus klatschen – gleichzeitig -, erstaunlicherweise gelingt das sogar. Oder aber: Alle singen gemeinsam einem, in den USA gebliebenen, Schlagzeuger zum Geburtstag ein Ständchen. Genauso wenig scheuen sie sich nach dem Konzert davor, ihren Merch selber zu verkaufen. Ganz im Gegeteil! Sie stehen auf und vor der Bühne oder am Merchstand, verkaufen, schreiben Autogramme, quatschen oder trinken ein Bierchen mit. Bodenständig und freundlich, ohne Starallüren.

Rundherum ein Auftritt, der mich zum wiederholten Male neu zum Fan werden lässt. Nach den ersten beiden Konzerten im alten Dortmunder FZW Anfang/Mitte der 2000er Jahre und dem Auftritt 2012 war es nun bereits das vierte Mal, dass ich die Youngblood Brass Band live sah – diesmal schlauerweise mit Ohropax. Denn so schön die Location ist, sie hat doch auch ihre Schwächen: Die flache Decke, die Backsteinwände und die halbseitige Metallverkleidung verstärken mehr, als dass sie die Klanggewalt schlucken. Und da zusätzlich die Instrumente allesamt verstärkt wurden,  wären schmerzende Ohren vorprogrammiert gewesen.

Sollte ich doch irgendeine Kritik üben wollen: Es war zu kurz, mehr als eine Zugabe hätte es sein dürfen. Aber als Bläser weiß ich: Irgendwann ist auch der beste Ansatz weg…

Mehr Infos zur Band hier: http://youngbloodbrassband.com/

 

Björks „Vulnicura“: Verletzt und doch so stark

Mit „Vulnicura“ kehrt Björk dem Experiment den Rücken zu und zurück zu der Stärke, die ihre Alben der 90er Jahre auszeichneten. Kein minimalistischer Sound wie auf „Medulla“ oder das experimentelle, naturwissenschaftliche, multimediale App-Album „Biophilia“ aus dem Jahr 2011. Intim und verletzlich so kommt sie daher. Ihr Trennungsschmerz ist das Glück der Hörer.

Ursprünglich sollte Björks neuntes Album erst im März in den Läden stehen, doch dann stand es auf einmal im Netz. So entschloss sich Björk kurzerhand, es direkt über die bekannten Online-Shops zu vertreiben. Und das ohne irgendein Rumgezicke!

Und dann legt Björk gleich so ein Album vor. Persönlich, intim und wesentlich eindeutiger und weniger metaphorisch als es die letzten Werke waren. Das hat einen Grund: Sie singt sich Trennung von ihrem Partner Matthew Barney von Herz und Seele. Liebeskummer und Trennungsschmerz, wie man ihn besser nicht verarbeiten kann. Schon der erste Titel „Stonemilker“ zeichnet sich durch traurig anmutende Streicherarrangements und Elektronikbeats voller Hall aus. In den elf Tracks, die zwischen drei und zehn Minuten lang sind, klingt alles an, was das Ende einer Liebe mit sich bringt: Verzweiflung –  Hoffnung auf Rückkehr – Resignation – Trauer – Wut und die Besinnung auf die eigene Stärke. Melancholisch und schwermütig im achtminütigen Song „Atom Dance“, welches sich zum Duett mit Antony Hegarty („Antony and the Johnsons“) entwickelt. Auch dieser mit seiner fragilen und unverkennbaren Stimme. So verweben die Duetpartner diesen Song und verleihen ihm eine ungeheure Dichte, dass die Einsamkeit der Trennung zurücktritt. Oder wie sie es singen „No one is a lover alone“.

Die Verletzung aber eben auch die Stärke zeigen sich auf dem Albumtitel und Cover. So ist „Vulnicura“ ein Kunstwort, das sich aus den lateinischen Begriffen für Wunde („vulnus“) und heilen („curare“) zusammensetzt. Ein Album also, das die Wunde der Trennung versucht zu verarbeiten und zu heilen. Eben die Verletzung, die sich auf dem mal wieder sehr extrovertierten Cover zeigt. Björk als heilige Madonna in Latex gekleidet und einer klaffenden Wunde auf der Brust, dass die Wunde noch dazu die Form einer Vulva hat und die Intimität des Ganzen bezeugt: fast schon zu viel des Guten. Aber was die Gestaltung ihrer Alben angeht, war Björk stets sehr experimentell und extrovertiert.

„Vulnicura“ als Tagebuch einer Trennung betrachtet ist keine einfache Kost, die man mal eben so hören kann. Da braucht es schon Zeit und Muße. Doch ab dem Moment, an dem man sich darauf einlässt, entfaltet es seine volle Stärke. So wird Björk von den Hörern und ihren Fans die Liebe erhalten, die sie in ihrer Beziehung nicht mehr bekam.

Das erste Video zum Album: „Lionsong“

Reibeisenstimme und Retro-Blues: Jesper Munks Album „Claim“

Jesper Munk

Jesper Munk | Copyright: Luis Einhauser

Jesper Munk: Gerade einmal 23 Jahre ist er alt und klingt auf seinem zweiten Album „Claim“ als würde er schon seit seiner Geburt Zigaretten ohne Filter rauchen:  kratzig und heiser. Der Blues-Folk-Rock eines Deutsch-Dänen, der so gar nicht deutsch klingt.

Schon 2013 wurde Jesper Munk für sein Debut-Album „In My Way It Lies“ in den Blues-Himmel gelobt, doch erst dieses zweite Album zeigt seine volle Stärke. Mittlerweile beim Major-Label Warner unter Vertrag, arbeitete Jesper mit vier Produzenten zusammen: Jon Spencer (Sänger von „Jon Spencer Blues Explosion“), Mocky (Produzent „Reminder“-Platte von „Feist“), DJ Sepalot (Blumentopf) und seinem Vater. So verschieden die Produzenten, so unterschiedlich die Einflüsse.

Die mit Jon Spencer in einem New Yorker Kellerstudio aufgenommenen Tracks klingen nach verzerrten, lärmenden Gitarren mit sperrigen, markanten Riffs, die voll in die Magengrube gehen. Blues wie man ihn sonst von Genregrößen wie Jack White (beispielsweise beim Song „Smalltalk Gentlemen“) oder „The Black Keys“ kennt. So zum Beispiel die erste Singleauskopplung „Courage For Lovers“, die live und analog mit Bandmaschinen aufgenommen wurde. Ganz altmodisch auch, wie Jon Spencer bei „White Picket Fence“ durch sein Wurlitzerspiel den Charakter des Stückes prägt. Nur zwei Töne und trotzdem sind sie das Hauptmerkmal dieses Songs.

Nicht nur die „Blues Brothers“ haben ihn: den Blues

Ganz anders die Stücke, die von und mit den anderen dreien produziert wurden. Soulig und melancholisch wie „Guilty“, einem Randy Newman Cover, welches Jesper Munk mit seinem Vater in Niederdingen aufnahm. Zerrissen, schwermütig und erwachsen, wie man es von einem leidgeprüften alten Mann erwartet, aber nicht von einem 23-Jährigen. Auch DJ Sepalot zeigt sich für den Soul verantwortlich, so zum Beispiel bei „Soldiers of Words“. Das träge daherkommt und vom Charme der Percussions lebt. Ganz anders dahingegen „Clean“, mit Mocky  in Los Angeles aufgenommen, das das Loskommen von Drogen thematisiert. Nur eben von der Droge Liebe oder vielmehr einer Verflossenen. Jesper Munk singt so sehnsüchtig , flehend und fragil, dass man ihm den Schmerz ohne Zweifel abnimmt. All das unterlegt mit Hall, Fingerschnippsen und dem Klang der Orgel.

Die einzige Schwäche ist vielleicht der krasse Unterschied bei den Stilrichtungen, aber eigentlich ist nicht einmal das zu beanstanden. Denn eines wird das Album über die gesamte Dauer der 22 Tracks nicht ein einziges Mal: langweilig. Mit „Claim“ legt Jesper Munk ein erstaunlich reifes Soul-Blues-Singer-Songwriter Album vor, das stimmlich an so gehypte Künstler wie Jake Bugg oder King Krule erinnert und musikalisch an den erwähnten Jack White oder „The Black Keys“. Also alles keine musikalischen Kleingewichte. Gleichzeitig schafft es Munk frisch und unverbraucht zu klingen, ohne nur andere Künstler zu zitieren. Mein Album des Jahres bislang!

Hier geht’s zu Jesper Munks Webseite.

Songs aus der Umgebung: Patrick Watson’s „Adventures In Your Own Backyard“

Am 20. April 2012 veröffentlichte der Quebecer Patrick Watson mit seiner gleichnamigen Band bei Domino Records sein neues Album Adventures In Your Own Backyard. Nachdem er vor drei Jahren noch für die Aufnahmen zu Wooden Arms um die Welt reiste, um die einzelnen Songs an unterschiedlichen Orten aufzunehmen, fiel dieses Mal die Entscheidung, das Album „daheim“ aufzunehmen. Wieso sollte man immer in die Ferne schweifen, wie bei Wooden Arms geschehen, wo doch der Alltag und die Umgebung häufig die besten Geschichten und Hintergründe für Songtitel hergibt. So handelt der Titel The Quiet Crowd von der Situation, wenn Menschen zusammen im Aufzug stehen und Schweigen herrscht, bis dass man das Gefühl hat die Gedanken der anderen spüren und lesen zu können.

Ganz bewusst entschloss man sich außerdem, den Großteil sogar live einzuspielen und nicht im Studio, um genau das einzufangen was der Konzertbesucher an der Musik mag, nämlich das Spontane und Experimentelle. Schließlich ist die erste Idee oftmals die beste und das Einfache geht besser ins Ohr als das Ausgetüfelte. Und genau das gelang Patrick Watson und seiner Band, ohne das Verspielte der vorangegangenen Alben verloren zu haben. Nach wie vor ist die Musik und jeder Track des Albums abwechslungsreich, auch wenn der Gesang von Patrick Watson und die Akkustikgitarre den Großteil der Titel prägen. Der Titelsong des Albums Adventures in your own backyard beispielsweise klingt sowohl von Instrumentierung als auch Melodie nach dem Altmeister des Western-Soundtrack Ennio Morricone, Mariachi-Trompeten, die Percussion und sein Pfeifen am Ende des Titels sorgen für die passende Stimmung.

Patrick Watson und Band (Patrick Watson – Gesang, Piano und Harmonium, Robbie Kuster – Schlagzeug, Mishka Stein Bass und Simon Angell – Gitarre) ist ein abwechslungsreiches Album gelungen, was sowohl an den Geschichten liegt, die in den Songs erzählt werden als auch an den Melodien. Wieder mal schafft es Patrick Watson mit seinem Gesang und der dichten Songstruktur zu überzeugen.

Preview: Half Moon Run

Mit Half Moon Run aus Montreal kommt nun vielleicht ein neuer Senkrechtstarter in Deutschland auf Tour. Das Trio, bestehend aus Devon Portielje, Sänger, Gitarrist und Percussion, Conner Molander,  Gitarrist, Syntheziser, Percussion und Background-Sänger so wie Dylan Phillips, Syntheziser, Drums und ebenfalls Background-Gesang veröffentlichte Ende März bei Indica Records ihr Erstlingswerk Dark Eyes. Leider ist dieses in Deutschland zumindest in physischer Form nur über die Bandcamp-Seite zu erstehen. Allerdings bietet die Band auch einen Download an, der noch dazu wirklich sehr günstig ist.

Die musikalische Ausrichtung von Half Moon Run ist eine Mischung aus Indie, Pop und Folk mit Electroeinsprenkseln. Gesanglich erinnert die Stimme von Devon Portielje ein wenig an James Walsh, seinerseits Sänger der britischen Band Starsailor. Jedoch fällt die Musik weniger melancholisch und getragen aus, was ihr gut tut.

Dafür dass Half Moon Run erst seit zwei Jahren existieren, haben sie schnell die Aufmerksamkeit von Festivalorganisatoren geweckt. So spielten sie 2011 beim renomierten South by Southwest in Austin/Texas (SXSW), der Canadian Music Week (CMW) und M for Montreal. Nun schauen sie im Zuge einer fünfwöchigen Europatour für 5 Termine in Deutschland vorbei:

22.05.12 Rees-Haldern – Haldern Pop Bar
23.05.12 Köln – Stereo Wonderland
24.05.12 Osnabrück – Kleine Freiheit
25.05.12 Berlin – Privatclub
26.05.12 Dresden – Thalia Kino

Mountain Man’s „Made the Harbor“

Sie spielten als Vorgruppe von Feist und sind in Deutschland noch recht unbekannt, was sich hoffentlich noch ändern wird. Die Rede ist von Mountain Man, das sind die drei Sänger und Songwriterinnen Molly Erin Sarle, Alexandra Sauser-Monnig und Amelia Randall Meath, die aus dem Westen bzw. Mittleren Westen der USA kommen. Bereits im Jahr 2010 erschien ihr Debut Made the Harbor bei Partisan Records.

Die Musik von Mountain Man steht in der Tradition des amerikanischen Folk und ist aufs Wesentliche reduziert. So leben alle Songs von der akkustischen Gitarre und dem dreistimmigen, harmonischen Gesang. Molly Erin Sarle, Alexandra Sauser-Monnig und Amelia Randall Meath singen von ihre Liebe zu und unter den Menschen sowie ihrer Naturverbundenheit. Dadurch dass jeder Song von Gesang, dem leisen, gefühlvollen Gitarrenspiel und dem Knistern, dass an das Abspielen einer alten Schallplatte erinnert,  lebt, entsteht eine ungeheure Intimität von der das gesamte Album lebt und zu keiner Zeit langweilig wird. Teilweise erinnert der Gesang wegen der Harmonien und Mehrstimmigkeit an Kirchen- bzw. Chormusik. Mit Made the Harbor haben Mountain Man ein wundervolles Album für laue Frühlings- und Sommerabende veröffentlich, dass durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient als es bisher in Deutschland bekam.

http://www.partisanrecords.com/artists/mountain-man/bio/