Welttag des Buches: (einige) Lieblingsbücher

Heute vor 20 Jahren, am 23. April 1995, rief die UNESCO den Welttag des Buches ins Leben. Inspiriert wurde sie dabei von einem katalanischen Brauch: Dort ist es Tradition anlässlich des Namenstages des Heiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Als wäre das nicht schon Grund genug, ist der 23. April zugleich der Todestag des Dramatikers, Lyrikers und Schauspielers Willliam Shakespeare und Spaniens Dichter Miguel de Cervantes. Und wenn schon alle Welt über Bücher spricht, möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Lieblingsbücher kurz und knapp vorzustellen.

Matt Ruff – Fool on the Hill

1991 gelang Matt Ruff mit  „Fool on the Hill“ in Deutschland der Durchbruch und das völlig zurecht: (Fast) kein Genre, das hier nicht zu entdecken ist, egal ob Märchen, Fantasy-Adventure, klassisches Drama, Liebesgeschichte, Campus-Roman, Komödie,… All das findet sich in „Fool on the Hill“ wieder. Ein witziges, bizarres und zugleich philosophisches Buch.

David Mitchell – Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

Auf 715 Seiten erzählt David Mitchell („Der Wolkenatlas“) die Geschichte des niederländischen Buchhalters Jacob de Zoets, der auf die japanische Insel Dejimas reist. Doch sein Ziel ist nicht das Vergnügen, sondern er will Geld verdienen, um in den Niederlanden seine Geliebte zu heiraten. Vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges erzählt Mitchell eine Geschichte über Liebe und Hoffnung, über den Umgang der europäischen/westlichen und asiatischen Kultur. Großartig ist der Roman wegen der Sprache sowie der Mischung aus Geschichte und Geschichten.

Petros Markaris

Petros Markaris Reihe um den kauzigen Kommissar Kostas Charitos entdeckte ich mehr oder weniger durch Zufall, bzw. weil ich der Empfehlung eines Kölner Buchhändlers vertraute. So lässt sich hier auch kein einzelner Krimi hervorheben, vielmehr ist die mittlerweile neun Bände umfassende Reihe zu empfehlen. Die Aufklärung des jeweiligen Mordfalles – erfreulich unblutig dargestellt – verbindet Markaris mit gesellschaftskritischen Inhalten. Wer also zum Beispiel verstehen will, wie Griechenlands Krise zustande kam, sollte unbedingt zugreifen.

Jonathan Safran Foer – Extrem laut und unglaublich nah

Der 9. September 2001 und die Bombardierung Dresdens während des Zweiten Weltkrieges bilden den Rahmen für Jonathan Safran Foers zweiten Roman „Extrem laut und unglaublich nah“: Ein Roman über Verlust und den Umgang damit. Mit unglaublich viel sprachlichem Witz und einer genauso verblüffenden (typo-)grafischen Umsetzung gelingt Foer ein Buch, das mich von Anfang bis Ende begeisterte.

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