Musik der Woche: Villagers, Patrick Watson und Scott Matthew

Villagers – „Darling Arithmetic“

Da ist es also endlich erschienen, das dritte Album der Villagers um Singer/Songwriter Conor O’Brien: „Darling Arithmetic“ (Domino Records). Nach {Awayland} ein ganz schöner Bruch: Denn es klingt viel zerbrechlicher, weniger experimentell. Das liegt daran, dass es O’Briens persönlichste Platte wurde, wie er selber sagte. Das mögen zwar schon viele Sänger und Bands vor ihm gesagt haben, aber ihm nimmt man es ab! Auch wenn Villagers auf der Platte steht, ist fast nur Connor O’Brien drin. So hat er „Darling Arithmetic“ alleine in seinem Heimstudio aufgenommen. Obwohl erst 30 Jahre jung, klingen die neun Songs so schmerzvoll, sehnsüchtig und liebeskrank wie am Ende eines (Liebes-)Lebens. Im Mittelpunkt steht sie auch: die Liebe. Er singt von gescheiterten, hoffnungslosen und erhofften Beziehungen. Gleichzeitig ist es auch eine Coming Out Platte, sein Bekenntnis und Umgang zur und mit der eigenen Homosexualität. Eine sehr gefühlvolles, in sich gekehrtes Album mit kargem Folk des mittlerweile bärtigen Connor O’Brien.

Patrick Watson „Love Songs For Robots“

Noch ist es nur eine Ankündigung: Das neue, fünfte Album „Love Songs For Robots“ (VÖ: 8. Mai 2015). Mit „Places You Will Go“ und dem Titeltrack „Love Songs For Robots“ kann man sich nun einen ersten Höreindruck verschaffen. Eines wird schon an diesen beiden Tracks deutlich: Patrick Watson bleibt sich, seiner Indie-Rock-Musik treu und weckt große Vorfreude auf das neue Album. Sphärisch, verzerrte Gitarren, die relativ hohe Stimme, ein wenig verschroben, wie immer also…

Scott Matthew – „This Here Defeat“

Wenn das neue Villagers Album schon melancholisch ist, dann fehlen für Scott Matthews neues Werk „This Here Defeat“ (VÖ: 20. März 2015 bei Glitterhouse) fast schon die Worte. Mit dem fünften Album zeigt Matthew mal wieder, wie federleicht sich Melancholie anhören kann. Mit Cello, Violine, Piano, Gitarre, dem French Horn, der obligatorischen Ukulele und seiner markanten Stimme singt er von Einsamkeit, Verlust, Trennung und Tod. Das alles klingt, wenn man Scott Matthews Werke kennt, nicht neu, dafür aber wunderbar vertraut. Künstler müssen sich eben nicht jedes Mal neu erfinden, um tolle Musik zu machen. Das zeigt hier mal wieder: Ein großartiges Singer-Songwriter Album.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in TON.

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