Preview: Half Moon Run

Mit Half Moon Run aus Montreal kommt nun vielleicht ein neuer Senkrechtstarter in Deutschland auf Tour. Das Trio, bestehend aus Devon Portielje, Sänger, Gitarrist und Percussion, Conner Molander,  Gitarrist, Syntheziser, Percussion und Background-Sänger so wie Dylan Phillips, Syntheziser, Drums und ebenfalls Background-Gesang veröffentlichte Ende März bei Indica Records ihr Erstlingswerk Dark Eyes. Leider ist dieses in Deutschland zumindest in physischer Form nur über die Bandcamp-Seite zu erstehen. Allerdings bietet die Band auch einen Download an, der noch dazu wirklich sehr günstig ist.

Die musikalische Ausrichtung von Half Moon Run ist eine Mischung aus Indie, Pop und Folk mit Electroeinsprenkseln. Gesanglich erinnert die Stimme von Devon Portielje ein wenig an James Walsh, seinerseits Sänger der britischen Band Starsailor. Jedoch fällt die Musik weniger melancholisch und getragen aus, was ihr gut tut.

Dafür dass Half Moon Run erst seit zwei Jahren existieren, haben sie schnell die Aufmerksamkeit von Festivalorganisatoren geweckt. So spielten sie 2011 beim renomierten South by Southwest in Austin/Texas (SXSW), der Canadian Music Week (CMW) und M for Montreal. Nun schauen sie im Zuge einer fünfwöchigen Europatour für 5 Termine in Deutschland vorbei:

22.05.12 Rees-Haldern – Haldern Pop Bar
23.05.12 Köln – Stereo Wonderland
24.05.12 Osnabrück – Kleine Freiheit
25.05.12 Berlin – Privatclub
26.05.12 Dresden – Thalia Kino

—Konzertvorschau—

Nach der Veröffentlichung ihres sechsten Studioalbums Noctourniquet am 26. März 2012 verkündeten The Mars Volta via Twitter  und ihre Homepage erste Daten ihrer Europatour. Im Laufe des gestrigen Vormittags hatten die beiden Schwesterfestivals Hurricane und Southside die Mannen um Rodriguez-Lopez und Bixler-Zavala als weitere Headliner bekannt gegeben. Nun folgt mit dem Auftritt am Sonntag den 24. Juni 2012 im Kölner E-Werk ein weiterer Deutschlandtermin, ein weiteres Konzert wird drei Tage später im niederländischen Amsterdam im Paradiso stattfinden.

Der letzte Auftritt in Köln fand am 10. März 2008 im ausverkauften Kölner Palladium statt und ist mittlerweile über vier Jahre her. Damals spielten sich The Mars Volta in einem über dreistündigen Auftritt in einen wahren Rausch, beendeten  Konzert dann jedoch ohne Zugabe, weil Zuschauer in einem der ruhigeren Parts, Asilos Magdalena,  lautstark hineinriefen. So wurden sie ihrem Ruf als Diven durchaus gerecht. Dennoch war der Auftritt mit das Beste was ich live bisher sah. Ausufernde Gitarrensoli, Jazzparts der Bläsersektion und das überragende und ungemein präzise Schlagzeugspiel vom damaligen Drummer Thomas Pridgen.

Es bleibt zu hoffen, dass das anstehende Konzert an den Auftritt von 2008 heranreicht, denn dann kann man sich auf ein wahnsinnig energiegeladenen Auftritt freuen.

https://twitter.com/#!/themarsvolta

http://www.themarsvolta.com/news/european-tour-dates